Bravetart’s Chopped Chocolate Chip Cookies

20180317_140031Es ist wirklich eine berechtigte Frage, ob dieser Blog tatsächlich noch ein Chocolate Chip Cookie Rezept braucht (siehe hier die Version meiner Oma, von Nestle, von Hillary Clinton, von Sherry Yard, zufällig vegan, von Christina Tosi, als Brittle, als Haferkeks verkleidet, und mit Oreo-Cookie  gefüllt). Kurzum, ich glaube dieser Blog hat ein leichtes Chcocolate Chip Cookie-Problem. Wer mir auf Instagram folgt, hat vielleicht schon festgestellt, dass ich in letzter Zeit viele Fotos von Chocolate Chip Cookies gepostet habe, die ich noch nach und nach hier hochladen muss. Eines davon ist jetzt endlich auf deutsch hier verfügbar: Die Cookies aus dem Bravetart-Backbuch.

Ich hatte bereits vor ein paar Monaten das Backbuch von Stella Parks „Bravetart – Iconic American Desserts“ gekauft und schon mehrfach darin geblättert und mich an den unfassbar detailliert recherchierten Hintergrundinformationen zu den klassischen amerikanischen Rezepten erfreut. Interessant fand ich auch die sehr genauen Temperaturangaben für Butter, die in dem Buch aufgetaucht sind. Daraus resultierende Gedanken über Buttertemperaturen haben mich zu diesem super detaillierten wissenschaftlichen Artikel über das cremig schlagen von Butter geführt. Mir ist danach plätzlich klar gewurden, warum manchmal meine Cookies flach geworden und nicht ihre Form behalten, während andere Male das gleiche Rezept zu perfekten Cookies geführt hatte – ich hatte immer unterschiedliche Buttertemperaturen!!!

In amerikanischen Rezepten steht ja meistens „butter, softened“ oder „butter at room temperature“ bei Cookie-Rezepten. Da ich meistens eher Spontanbäckerin bin, habe ich meistens nicht daran gedacht die Butter vorher aus dem Kühlschrank zu nehmen und habe mich etwas schlecht gefühlt, dass meine Butter meistens nicht ganz weich war. Rückblickend erkenne ich jetzt, dass einige Male, als meine Kekse flach geworden sind, das daran lag, dass ich die Butter zu früh aus dem Kühlschrank genommen habe und die Butter zu warm war und die Butter daher beim cremig schlagen nicht genug Luft aufnehmen konnte (in etwa wie wenn man versucht zimmerwarme Sahne zu Schlagsahne zu schlagen – geht auch nicht wirklich gut). Jetzt weiß ich dass die perfekte Buttertemperatur zum Cookie backen um die 18C ist. Wenn man die Butter zum Anfang des Backens aus dem Kühlschrank nimmt und dann mit einem Standmixer bearbeitet, kommt die Butter ziemlich schnell auf diese Temperatur und kann gut Luftbläschen aufnehmen, was wichtig ist für die Konsistenz der Cookies. Ein kaltes Ei aus dem Kühlschrank hilft diesem Teig auch kalt genug zu bleiben, dass man die Kekse direkt auf das Blech tun kann und abbacken kann.

In kurz: Die Cookies sind gut. Buttertemperaturen sind wichtig. Hier kommt das Rezept. Weiterlesen

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Cornflake Marshmallow Squares

Als Kind konnte ich von zuckrigen Frühstücksceralien nicht genug bekommen. Egal ob Smacks, Chocos, Crunchy Nut, oder Choco Krispies. Zu Weihnachten gab es sogar extra aus den USA Lucky Charms per Großpaket mit dem Namen von jedem Geschwister fein säuberlich von meiner Oma groß auf die Packung geschrieben, damit jeder nur seine eigenen magically delicious Marshmallows isst. Eine Sorte Cereal, die sich sogar noch während meiner Uni-Zeit immer mal wieder in meinen Einkaufswagen geschummelt hat, waren Rice Krispies. Die waren immer nicht ganz so süß und auch bei leichtem Bauchweh (oder Kater) gut verträglich. Auch habe ich sehr gerne Rice Krispies Treats daraus gemacht. In Deutschland konnte man bis vor ein paar Jahren Rice Krispies in sehr gut sortierten Supermärkten erhalten. Ende 2013 / Anfang 2014 hat Kelloggs aber leider die Rice Krispies aus dem Sortiment in Deutschland genommen. Jetzt müsste man sie teuer aus dem Internet bestellen. Dazu gab es laut einiger Internetrecherche eine change.org Petition um sie zurückzubringen. Auf der Website von Kellogg’s Deutschland sind sogar noch Rezepte, die Rice Krispies nutzen, nur leider keine Informationen mehr zu Rice Krispies :-(. Vielleicht kann dieser Blog-Post ja dazu beitragen, dass Kellogg’s wieder die Rice Krispies auch richtig in Deutschland verkauft.

Das war jetzt eine ziemlich lange Einleitung und ein ziemlich ausführliches Ranting über etwas, was nur tangentiell mit diesem Rezept zu tun hat. Zurück zum eigentlichen Thema. Ich hatte nämlich nachdem ich die Cornflake Marshmallow Chocolate Chip Cookies von Christina Tosi gemacht hatte, noch etwas Cornflakes und Marshmallows übrig. Zufällig genau die richtige Menge um Cornflake Marshmallow Squares zu machen. Diese knusprigen, süßen Leckereien folgen dem Prinzip von Rice Krispies Treats, dass knusprige und süße Zutaten super zusammen passen. Statt mit Rice Krispies halt mit Cornflakes. Im Prinzip würde dieses Rezept auch mit allen Sorten von Cerealien funktionieren. Am Besten mit solchen Cerealien, die von Natur aus nicht so süß sind. Wenn die Cornflakes (oder Rice Krispies wenn man sich die importiert) glutenfrei sind, wird das auch ein glutenfreier Nachtisch.

Ich habe die fertigen Squares übrigens mitgenommen zu meiner Book Club-Diskussion zu Margaret Atwood’s Handmaid’s Tale. Offred’s Geschichte war immer noch ziemlich deprimierend aber immerhin hatten wir gute Snacks…

Hier nun endlich das Rezept…

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Brown Sugar selber machen

Dem aufmerksamen Leser dieses Blogs könnte vielleicht aufgefallen sein, dass ich in letzter Zeit bei amerikanischen Rezepten, die im Original nach „brown sugar“ bedürfen, schreibe, dass man stattdessen Zucker und Melasse oder Zuckerrübensirup nehmen soll. Ich back seit ca. 2 Jahren jetzt schon meine amerikanischen Rezepte so und wollte mal etwas längeres zur Erklärung hierzu schreiben.

Im Rezept zu diesem Banana Bread hatte ich ja schon einen längeren Zuckerrant gehabt und habe damals gesagt, dass ich für braunen Zucker immer den Rohrohrzucker, den man allgemein in deutsche Supermärkten findet, nehme. In meiner Kindheit haben wir immer den braunen Zucker aus dem real-Markt genommen (sunsugar braunen Rohrzucker unraffiniert in der grünen Packung). Das war daraufhin meine standardmäßige Substitution für amerikanischen „brown sugar“. Das kann allerdings Probleme bei manchen Rezepten machen.

Der traditionelle amerikanische braune Zucker, der zum Beispiel für Chocolate Chip Cookies wichtig für die Textur und den Geschmack ist oder auch Blondies erst richtig karamellig werden lässt, ist nämlich von der Textur her viel feiner. Mein großer Aha-Moment kam als mein Blondies Rezept beim ersten mal sehr flach und hart wurde, weil ich einen Rohrohrzucker aus dem Biosupermarkt genommen hatte. Seit dem nehme ich den Rohrohrzucker und seine Varianten nur für das Topping geeignet sind oder bei Rezepten, die explizit danach verlangen.

Also, nach all diesem Vorgeplänkel, wie bin ich darauf gekommen, weißen Zucker mit Melasse als Ersatz für braunen Zucker zu nehmen? Laut den Wikipedia-Weisen ist der braune Zucker aus den USA ohnehin nur weißer Rohrzucker, dem Melasse nachträglich zugefügt wurde. Eine kurze Google-Suche nach „make your own brown sugar“ zeigt mehr als 10 Millionen Ergebnisse. Hier also noch ein Beitrag zu dieser Schwämme an Blogbeiträgen zum Thema… So macht man seinen eigenen braunen Zucker:

1 cup brown sugar = 200gr Zucker + 1 EL Melasse

Das wars. Ich mische das einfach so in die Rezepte, da ich den Zucker ja ohnehin im besten Fall mit der Butter cremig schlage.

Als Alternative zur Melasse, die ich bisher nur im Biosupermarkt gefunden habe, kann man auch gut Zuckerrübensirup nehmen. Ich finde Melasse etwas „rauchiger“ und ich habe bei Melasse nicht dass ich das Problem, dass Mitbewohner sie für Stipsbrote aufesse.20170801_112527.jpg

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Bananenkuchen mit Frosting

 

Das Bananabreadrezept auf diesem Blog ist eines der beliebtesten Rezepte auf meinem Blog überhaupt. Ich mag Banana Bread so gerne, dass ich auch zwei weitere Banana Bread Rezepte auf diesem Blog habe. Dies is kein Banana Bread, sondern Bananenkuchen. Was ist der Unterschied könnte man jetzt fragen. Der Übergang zwischen Kuchen und Quickbreads kann manchmal etwas fließend sein. Der erste große Unterschied ist das der Kuchen mit einem Frosting deutlich süßer ist. Zudem ist der Hauptteil des Kuchens auch etwas fluffiger (in Great British Bakeoff-Sprech: „a lighter crumb“).

Das Rezept stammt von Food52 und hat dort lauter Preise als einer der besten Kuchen gewonnen. Ich hatte es mir schon öfters angeguckt. Als ich ihn dann endlich als Geburtstagskuchen gemacht habe, war er tatsächlich so lecker wie er beschrieben wurde.   Hier nun ohne weitere großen Tangenten und Abschweifungen das Rezept. Weiterlesen

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Crack Pie von Christina Tosi

Meine Obsession mit Christina Tosi’s Rezepevideos habe ich ja schon beim Beitrag zu den Cornflake Marshmallow Chocolate Chip Cookies beschrieben. Das heutige Rezept ist das wohl berühmteste Rezept von der Momofuku Milk Bar. Ich fand das Rezept etwas einfacher zu machen und nachgiebiger wenn man Fehler macht (und es ist nicht wie meine Cornflakes Cookies auseinandergefallen…).

Das Rezept erinnert mich ein wenig an die gooey cinnamon squares von Smitten Kitchen und Christina Tosi hat selbst mal in einem der vielen Videos zum Rezept (ich weiß ehrlich nicht mehr welches, weil ich so viele Videos gesehen habe…), dass die Inspiration für das Rezept der St Louis Style Gooey Butter Cake, was die gleiche Inspiration wie für den Smitten Kitchen Kuchen ist. Die Kruste ist hier aber aus gebröselten Oat Cookies und die knusprige Kruste und karamellige Füllung verschmelzen zu dekadentem Cookie Genuss.

Der Kuchen ist extrem süß und auch leicht karamellig (so ein bisschen hat er mich an einen Werther’s Besten Bonbon erinnert). Ich habe auch festgestellt, dass der Kuchen am zweiten Tag aus dem Kühlschrank noch besser schmeckt. Man kann den gebackenen Kuchen auch super einfrieren. Ähnlich wie die meisten Cookies habe ich festgestellt, dass der Kuchen auch einfach gefroren gegessen werden kann. Das kann sehr gefährlich werden, wenn man „nur noch ein kleines Stück“ abends naschen will und das dann wie zu erwarten wieder eskaliert… Daher übrigens auch der Name „Crack Pie“ (Crack ist eine sehr abhängig machende Droge).

Ürbigens, da man für den Kuchen 4 Eigelb braucht, ist er eine super Vorbereitung um später eine Pavlova zu machen. Die Eiweiß habe ich wieder eingefroren. Diesmal habe ich sogar ein Eggwhie Omelet darausgemacht, aber bin mir dabei etwas zu Goopig vorgekommen und werde nächstes Mal wieder in Tradition dieses Blogs eine Pavlova aus den Extra Eiweßen machen. Hier nun endlich das Rezept…
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Chocolate Chip Cookie Brittle (Chocolate Chip Cookie Krokant)

Ich habe ja eine leichte Chocolate Chip Cookie Obsession (siehe meine letzten drei Blogposts zu Chocolate Chip Cookies: mit Cornflakes und Marshmallowszufällig vegane,  und Quintessential Chocolate Chip Cookies; hierbei lasse ich die alten Klassiker von Nestle Tollhouse, der Gewinnerin der meisten Stimmen bei der letzten US-Präsidentschaftswahlen und meiner Oma ganz außer Acht und will gar nicht mit so Zwitterdingen wie Oatmeal Chocolate Chip Cookies oder Slutty Brownies mit Chocolate Chip Cookie Dough als Basis beginnen. Und natürlich begann der Blog mit den sensationellen Oreo-Stuffed Chococlate Chip Cookies).

Daher war es wenig überraschend, dass ich basierend auf der warmen Empfehlung von Luisa Weiss bei the Wednesday Chef den Chocolate Chip Cookie Brittle von Shauna Sever auch unbedingt ausprobieren musste. Brittle bedeutet auf Englisch so viel wie spröde oder brüchig und bezeichnet laut der Internetübersetzungssuchmaschine meines Vertrauens auch krokant. Man macht einen Keksteig ohne Eier aber dafür mit viel Butter und backt das dann in einer Form. Die Stücke bricht man dann in Stücke und isst sie einzeln. Die Cookie Brittle riechen und schmecken wie der buttrige knusprige Teil von Chocolate Chip Cookies. So, nun, nach mehr Tangenten und Referenzen zu alten Berichten als ein G20-Kommuniqué kommt endlich das Rezept:
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